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VON DEN ANFÄNGEN BIS ZUR GEGENWART

Die Geschichte der Pityusen

Die Jahrtausende alte Geschichte der Pityusen ist durch die wechselnden Machthaber im westlichen Mittelmeer gezeichnet. Viele Großmächte haben hier ihre Spuren hinterlassen und viel ist bis heute davon zu sehen.

Sehr wenig weiß man über die Vorgeschichte der Balearen. Moderne Geschichtsschreiber gehen davon aus, dass etwa im 6. Jahrtausend v. Chr. die ersten Siedler, aus dem Süden des heutigen Frankreich, die Inseln erreichten und sich hier niedergelassen haben. Funde von Höhlen mit Wandmalereien unterstützen diese Theorie.
Die Megalithkultur beherrscht die Pityusen etwa 2000 Jahre v. Chr. Die einzigen historischen Zeugnisse aus dieser Zeit sind die etwa 4000 Jahre alten Gräber Ca Na Costa und Cap de Barbaria auf Formentera. Es folgt die Talayotkultur der Bronzezeit mit ihren Bruchsteinbauten und den typischen Wachttürmen (Talaya auf arabisch und eivissenc), die sich noch bis zum Eintreffen der Römer fortsetzt.
Etwa 700 v. Chr. gründeten die Phönizier bei Sa Caleta ihren ersten Stützpunkt namens Ebysos. 654 v. Chr. dann wurde die Stadt Ibosim auf dem heutigen Dalt Vila angelegt und damit der Grundstein für das heutige Eivissa geschaffen. Ibosim wurde zu Ehren des phönizischen Gottes Bes gebaut. Neben dem eigentlich aus Ägypten stammenden Gott Bes, verehrten die damaligen Ibizenker die Göttin Tanit. Sie ist das Symbol der Fruchtbarkeit, der Liebe, aber auch des Todes. Die ihr zu Ehren errichteten Höhlen, findet man noch heute auf ganz Ibiza. Kurz nach dem Bau Ibosims begann man mit dem Ausbau der Salinen. Dadurch wurde der Salzhandel vorangetrieben, der der Insel innerhalb kürzester Zeit einen enormen Reichtum bescherte. Auf dem Hügel Puig des Molins entstand eine Nekropole mit etwa 4000 Gräbern, dessen Museum noch heute zu besichtigen ist.
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